13.8.11

90 60 90: Spieglein, Spieglein an der Wand...

Die Spiegelung kann sowohl zur Illusion, als auch zur tieferen Erkenntnis führen. Wer sich selbst im Spiegel nicht erkennt, hält den Spiegel für ein Portal / Tor in einen anderen Raum, aus dem ein seltsames Wesen herausschaut.
In jungen Monaten nach der Geburt kann das Spiegelbild nicht erkannt werden. Erst durch die Trennung von der Welt durch Bildung des Egos wird diese Fähigkeit erlangt (zunächst in dritter Person: "Petra / Peter hat Hunger...", dann erste Person: "Ich habe Hunger..."). 
Damit kommen dann gleichzeitig auch die ersten Probleme, die das Ego mit sich bringt ("Mein...", "Ich will...").

So wird die Umgebung des Spiegels im Extremfall zur Kultstätte des Ego, das sich im wesentlichen nicht über die Begrenztheit der eigenen Haut, Gefühls- und Gedankenwelt erstreckt, aber durch Ankopplung von "Besitz" (meine Karriere, mein Haus, mein Auto, mein Boot, meine Familie, mein Leben) durchaus erweiterbar ist, dabei aber stets unersättlich bleibt. All das wird mehr oder weniger ständig bedroht durch Verlust, insbesondere den Tod (="Rückgeburt") - der unvorstellbaren, ultimativen Zerstörung des begrenzten Selbst-bildes.

Durch Synchronizität kann erlebt werden, dass sich die begrenzte Vorstellung einer Einteilung von Außen und Innen (ich, du, er/sie/es, wir, ihr, sie) als Illusion / Spiegel herausstellt und bedeutet praktisch die Umkehrung der in jungen Jahren realisierten, aber begrenzten Selbsterkenntnis - die bewusst gewordene illusionäre Trennung löst sich wieder auf. Die Welt bzw. sog. "Realität" wird als Spiegel erkannt, in der sich die verschiedensten Facetten von ein und der gleichen absoluten Quelle (das om-inöse Selbst, nicht das Ego) wiederfinden, mit der alles verbunden und rückgekoppelt ist.


Ein Ausflug in die wundersame Spiegelwelt:

Dieses Albumcover heißt passender Weise "Dark Side of the Moon". Der Mond steht symbolisch für den Spiegel (beim Blick hinter einen Spiegel wird auch ohne Selbsterkenntnis klar, dass es sich um einen Spiegel   bzw. eine Illusion handelt). Der eine Lichtstrahl wird durch schräge Umlenkung bzw. Spiegelung aufgefächert in seine verschiedene Facetten (7 Farben), bei einem Prisma (auch bei Regentropfen) ca. im Winkel von 42° (die 42 als "ultimative Antwort").

In der menschlichen Symbolwelt lassen sich interessante Spiegelungen finden, ein bißchen Spiel gefällig? Bei den Ziffern führt die 9 durch vertikale und horizontale Spiegelung zur 6 und vice versa, beide enthalten im oberen bzw. unteren Bereich das Symbol 0. Die vertikal in sich gespiegelte 3 führt horizontal gespiegelt zur 8. Die 8 ist eine in der Mitte vertikal gespiegelte 0, die 0 selbst ist horizontal und vertikal in der Mitte gespiegelt. Ausgangselemente für dieses ganze Spiegel-Spiel ist die Symbolik des Mondes:

Die 8 Phasen des Mondes, eine davon nicht sichtbar: 7 + 1 wie bei der Farboktave, mit der 8 beginnt die neue Phase / Oktave. Die 1 ändert sich bei vertikaler Spiegelung nicht, horizontal gespiegelt entsteht die lateinische 2: II. Die vertikal gespiegelte und zusammengeführte 7 führt aus den Zahlen passend zur Oktavenposition direkt an das Ende des Alphabets.


Durch die Vertauschung und Neuzusammensetzung von Buchstaben (Anagramme) kann hinter der vordergründigen Informationsebene eine weitere Ebene zugänglich gemacht werden, die Erschließung ist nicht ganz einfach - aber es gibt Hilfsmittel. Neben den oben genannten Spiegelziffern aus der Mondsymbolik (0,3,6,8,9) sind im Alphabet ähnliche offensichtliche Spiegelsymbole wie die Buchstabenpaare W und M, aber auch p,q,d,b oder f und t und auch u und n zu finden. Das Spiegelpaar Λ (Lambda) und V findet sich im Alphabet nicht, an Stelle des Lambda steht das A, das als Pyramide mit abgetrennter Spitze gesehen werden könnte. Das kleine Lambda λ ist das Spiegelbild zu y. Da das kleine Lambda im Alphabet fehlt, könnte als Platzhalter analog zur Großschrift das a stehen. Das Z aus der gespiegelten 7 (siehe oben) hat im Alphabet zwar kein gespiegeltes Gegenstück, wird aber durch eine 90°-Drehung in beliebiger Richtung zu N und umgekehrt. 

Zusammenfassend lassen sich folgende Austauschbarkeiten anwenden, um die Anagrammsystematik zu ergänzen (Groß-/ Kleinschreibung unerheblich):


180° Spiegelungen:
A = V (= y)
W = M
p = q = d = b
f = t
u = n

90° Drehung:
Z = N



Kommentare:

Eunus Noe hat gesagt…

Schön!
Gut das ich du wieder gefunden habe
--Jetz nur auf Deutsche!

Wie sagt man Die Maske auf Gott
Maske? Ist das richtig?
I will deine andere blog auf English wieder sehen.
cool.
(sei gut!)

Nexus hat gesagt…

Hi Eunus Noe, thanks 4 the visit & your comment :-)

"Die Maske Gottes" ist richtig, pretty close ^^.

Return to the English blog? Flux willing :-) We'll c.

Be well, 2!
Btw. congrats, gr8 blog.

Eunus Noe hat gesagt…

Hast du intresse in participation des mystiques?
--vielleicht das ist zu viel.
Meine Frage ist, ob du mit uns in dem masques des gottes arbeiten werden.

schick mir ein email, und wir werden über dies besprechen . . .

eunusnoe@gmail.com

du has gesagt, es gibt nur zwei syncmänner in Deutschland--es gibt zwei in meine (Ich habe "neighborhood" vergessen)!
take care!
let me know if you are interested in our foolishness!